Kann man alles essen,

oder

wer entscheidet, was für mich gut ist ??? !



Dafür gibt es ja Ernährungsveganer !!


Ich muss morgens wieder früh aufstehen. Leider ist der Urlaub zu Ende und ich habe wieder Zeit, mir ab morgens um fünf die „Hits von Heute“ mit den dazugehörigen Nachrichten anhören. Die Tageszeitung befindet sich noch in der alljährlichen Schützenfestberichterstattung, also nehme ich mir ein großes Nachrichtenmagazin (Der Spiegel 28/17) zur Hand und siehe da, der Morgen ist auf informativer Ebene kurzfristig gerettet.

Ein großer Bericht beschäftigt sich mit unserem sehr aufdringlichen Ernährungskult. Aus diesem Bericht erlese ich, dass es zweierlei von Menschen in diesem Staat gibt die normalen, die sich nach folgenden Prinzip ernähren: Sie essen alles was ihnen schmeckt, essen in Maßen, trinken was ihnen schmeckt und das auch in einem gesunden Verhältnis zur Menge und Getränk. Eigentlich müsste man den zweiten Teil unserer Mitmenschen noch einmal aufteilen in die absolut ungesund lebende Kategorie mit zu viel und zu fett essen, die einfach zuviel ungesunde Nahrung zu sich nehmen und natürlich Kategorie zwei, die absoluten „Kultnahrungsaufnehmer“.

Ich habe nichts dagegen, wenn jeder für sich entscheidet, welcher Religion er angehört, für welche Lebenspartnerschaft er sich entscheidet, welche politische Richtung er verfolgt und wie er seine Nahrung zu sich nimmt. Aber ich lasse mir von keinem einreden was für mich das Richtige ist. Gerade bei der Nahrungsaufnahme gibt sich die Industrie die größte Mühe uns alles nach ihren Wünschen einzureden. Da werden Millionen an Ernährungswissenschaftlern, Psychologen und Verhaltenstherapeuten ausgegeben, um uns zu in widersprüchlichen Berichten einzureden, was für uns gut ist. Gut ist das Ganze nur für den Geldbeutel der Hersteller dieser Greultaten.

Im Internet lese ich dann, dass ein „Ernährungsveganer“ (er nennt sich selber so) sein Leben neu gefunden hat, seitdem er alles auf ein veganes Leben umgestellt hat. Aufgrund seiner geschilderten Lebensgeschichte, er einfach auf den Zug aufgesprungen ist, um seine Artikel und Bücher höchst bietend zu verkaufen. Ich bezahle doch nicht für ein paar „vegane Schuh“ vierhundert Euro !! Vegane Schuh sind aus „Rhabarberleder“. Einfach im Internet nachlesen, ich äußere mich nicht weiter zu veganen Schuhen.

Ich hatte das ja schon mal in der Episode „Werbung“ geschildert, wie man versucht, uns in eine Ecke zu drängen, damit mir mitreden können und jeden „Modeschei...) mitmachen. Hauptsache, wir glauben den Mist, geben dafür viel Geld aus und trinken dann auf den Schreck einen „Spinat-Smoothie“, aber nur wenn man das entsprechende Gerät zur Herstellung dieses , ich habe es probiert, absolut ekelhaft schmeckende Getränk besitzt. Ein billiger Smoothie-Maker (SM) kostet ca. dreißig Euro, der SUV unter den SM kosten ca. neunhundert ! Euro. Spinat mit Rührei, Schinkenspeck und frischen Kartoffeln, darüber lässt sich reden. Von mir aus auch aus Ökologisch-biologischem Anbau. Wenn mir wirklich garantiert wird, dass der Anbau auch wirklich so durchgeführt wurde, und nicht irgend welche, nach EU-Richtlinie zulässigen Mindestbelastungen an Gift, sich dann doch in meinem Spinat befinden.

Als ich meiner Kollegin stolz erzählte, dass ich seit längerer Zeit mein Brot selber backe, fragte sie mich entsetzt, ob ich denn wohl auch glutenfreien Buchweizen benutze. Nachdem ich ihr sagte, dass ich bislang noch keine Gluten in meinem Mehl gesehen habe, drehte sie sich trotzig um und ging. Blöde Kuh!!

Wir haben in unserem Lande, Gott sei Dank, einen sehr geringen Prozentsatz an Gluten-und Laktoseunverträglichkeits Patienten. Diese Menschen müssen eine nicht gerade einfache Spezialdiät durchmachen, und das ihr ganzen Leben lang. Auf dem Kopf dieser Menschen werden Geschäfte in Milliardenhöhe von unter anderem selbsternannten „Ernährungsveganern“ und der gierigen Lebensmittelindustrie gemacht. Uns werden Krankheiten eingeredet, die noch erfunden werden müssen. Und der blöde Kunde lässt sich den Mist einreden.

Spinat-Smoothie“ geht mir an diesem Morgen gar nicht aus dem Kopf. Wir haben früher unsere Säfte auch selbst gemacht. Natürlich war die Herstellung dieser Säfte teilweise sehr aufwändig und durch Erhitzen gingen einige Vitamine den „Bach runter“. Zur Haltbarkeit wurde recht viel Zucker eingesetzt. Die schmeckten aber wenigstens, zumal sie fast immer mit Wasser (aus der Wasserleitung) gestreckt wurden. Auch selbstgemachten „Himbeer-Smoothie“ habe ich früher immer sehr gern getrunken. Dazu ein Brot (glutenhaltiges Weizenmehl) mit Weißwurst(aus eigener Hausschlachtung) fett bestrichen. Himbeeren aus dem Garten oder Wald gesammelt und dann durch ein Tuch gedrückt, war eine Schweinearbeit für meine Mutter. Die Mutter von heute käme nie auf die Idee, „verseuchte“ Lebensmittel zu sammeln, um sie dann zu verarbeiten. Leitungswasser ist absolut untragbar. Quellwasser aus der PET Plastikflaschen ist gesund. Steht doch drauf (Wellness, Vital gesund). Falls die Mutter von heute doch ihrem Schulkind ein Weizenbrot mit hausgemachter Weißwurst zur Schule mitgeben würde, dazu selbstgemachter Himbeersaft in einer Glasflasche. Das Jugendamt würde tags darauf vor der elterlichen Haustür stehen.

Wie gesagt, muss halt jeder selbst für sich entscheiden, ob er jede auch noch so überflüssige Lebensmittel -„Modeerscheinung“ mitmacht und der Wirtschaft Milliarden in den Rachen schmeißt, zumal die Pharmaindustrie natürlich auch super daran verdient.

Denn nicht jede Modeerscheinung ist wirklich gesund !!!!!!!!!!!



Euer Uli, der nie wieder einen „Spinat-Smoothie“ in seinem Leben trinkt.