Es war wieder ein schöner Sommer,

oder

hilft positives Denken wirklich.



Das Sommerloch ?



Nach den schönen Sommertagen müssen wir uns Gedanken machen, wie es weitergehen soll. Jedenfalls mit dem Wetter.


Ich sitze nach meinem Urlaub mal wieder in aller Herrgottsfrühe bei Kaffee und Tageszeitung und höre im Radio, exakt um fünf vor fünf, meinen seit nunmehr fast einem Jahr gehassten Radiosprecher, der jeden Morgen um die gleiche Zeit erzählt, dass er jetzt das Licht heller einschaltet, das Fenster aufmacht und seine Schuhe anzieht. Jeden Morgen in dieser Reihenfolge. Was mich jeden Morgen daran erinnert, dass ich meine Blutdrucktabletten nehmen muss. Wahnsinn, jeden Morgen! Dann die Nachrichten, die ich nur halbwegs an mich heranlasse. Der Vorteil um diese Zeit Nachrichten zu hören ist, dass sich die Verkehrsdurchsagen relativ kurz gestalten. Bei Gestalten fällt mir ein, dass sich unsere Politik vermutlich im Sommerloch befindet. Ich meine hier nicht den Ort Sommerloch in Rheinland-Pfalz und auch nicht zu verwechseln mit dem Ozonloch.

(Das Sommerloch ist eine Bezeichnung in Bezug auf die Massenmedien, besonders der Tagespresse und der Nachrichtenagenturen, für eine nachrichtenarme Zeit, die vor allem durch die Sommerpause der politischen Institutionen und Sport-Ligen, ferner auch der kulturellen Einrichtungen bedingt ist. )

Obwohl, nachrichtenarm war es ja nun nicht gerade. Es ist aber manches mal gar nicht so einfach wichtige Nachrichten von Dummlaberei zu unterscheiden. Wie gesagt auf politischer Ebene halt das Sommerloch oder auch das CO2 Phänomen. Ich freue mich aber sehr darüber, dass wir hier in unserem Lande die wirkliche Möglichkeit haben, durch eine neue Steuer, die gesamte Welt retten können. Mein Respekt den Erfindern des Weltrettens. Dazu gehören natürlich auch die Veganer, die den Rest dazu geben. Endlich wird etwas gegen die SUV-Fahrer getan. Wie ist das eigentlich, wenn ein Veganer mit einem Diesel fährt, hebt sich dann gut gegen böse auf ? Heißt, wenn jeder Veganer einen SUV fährt, ist die Welt wieder in Ordnung, Besser wäre es natürlich, wenn ein Veganer ein E-Fahrzeug fährt. Dann kann ein Fleischesser einen Diesel fahren. Ergibt per Mengenlehre die 0, also keine Gefahr mehr für die Menschheit. Wie ich jetzt im sozialen Netzwerk gelesen habe, gibt es guten und bösen Strom. Genau wie ich, haben sich Millionen von Mitbürgern, (ich gendere nicht) seit Jahren stromsparende Elektrogeräte und Energiesparlampen angeschafft, da ja durch die hohe Energieerzeugung die Schadstoffe ( u.a.CO2) die Umwelt belasteten. Der Verbrauch hat sich dadurch auch nachweislich erheblich reduziert. Der Strom war somit „böse“ und konnte gebändigt werde. Jetzt sieht die Sache anders aus. Elektroautos sind der letzte Schrei. In ganz Deutschland werden Steckdosen installiert, um die angestrebte Anzahl der Fahrzeuge mit Strom zu „betanken“. Da es sich ja um andere Steckdosen handeln muss wie im Haushalt und der Industrie, kann es sich ja hier nur um „guten“ Strom handeln. Wir hatten früher mal Nachtspeicheröfen, die im Verhältnis das Jahr über fast den gleiche Strom verbrauchten, wie ein Pendler mit seinem E-Auto, da wurde ich als „Energieverbrecher“ verurteilt. Die Zeiten ändern sich. Ich lege mir unter Garantie auch keinen E-Skooter an. Ich hänge am Leben ! Mein erstes E-Auto war ein Autoscooter auf dem Schützenfest.


Dazu kommt auch noch unser „Verkehrsinfarkt“, der einen auf bundesdeutschen Autobahnen sowieso in den Wahnsinn treibt. Und dann noch liegengebliebene E-Autos. Reservekanister mit Strom hat ja nun noch keiner erfunden. Ich gehe hier auch nicht auf die Herstellung und Entsorgung der Batterien dieser Fahrzeuge ein, da das eben auch ein trauriges Kapitel ist. Oder sucht man hier zu Lande auch schon ein Endlager für „abgebrannte“ Akkuelemente ? Ich fahre weiter Diesel, verpeste die Luft und meuchele meine Mitmenschen.

Ich habe meinen Urlaub im schönen Dänemark verbracht. Nicht nur, dass die Dänen sehr sympathische Menschen sind, nein die ganz Lebenseinstellung sagt mir schon seit sehr vielen Jahren absolut zu. Ob es sich um Straßenverkehrsregeln handelt, Verhalten untereinander, oder am Strand, hier wir Mitdenken vorausgesetzt. Ich brauche hier an einer Kreuzung oder Autobahnabfahrt 25 Verkehrsschilder, die mich nur verwirren. Nein hier wird Nachdenken gefordert.


Während es Urlaubes hatte ich die Möglichkeit, auch deutsche Fernsehprogramme zu sehen. Ich glaube, es muss wohl der Kinderkanal gewesen sein, als ich zwei lustige Mädchen Händchen haltend vor einer Truppe Soldaten standen. Oder war das ein Ableger von Friday for Future für weniger Krieg auf diesem Planeten ? Aber irgendwie kamen mir die beiden Mädchen bekannt vor, es handelte eindeutig um hiesige, nicht aus Schweden !!


Ach, was ich dieses Jahr auch wieder lesen muss:-Motorradfahrer tödlich verunglückt- darunter steht: Polizei macht jetzt Jagd auf Motorradfahrer-!! So, der tödlich verunglückte wurde von einem anderen Kradfahrer umgemäht und war so zu sagen Opfer eines HT (HT=Hirntod). Die Polizei macht keine Jagd, da sie nicht im Besitz eines Jagdscheines ist. Jetzt aber ganz im Ernst, mindestens 90 % der Motorradfahrer sind anständige Menschen und fahren vernünftig durch den Harz. Der kleine Rest HT, muss durch gezielte Geschwindigkeitsüberwachungen und anderen Maßnahmen zur Vernunft gebracht werden, um alle anderen vor denen zu schützen. Ist der HT schon eingetreten, ist es natürlich schwierig hier Abhilfe zu schaffen. Nun gib es hier ein großes Problem, auf das ich schon mehrfach angesprochen wurde. Wenn in der Zeitung steht, dass man in unserem schönen Gebirge die hohen Geschwindigkeiten von Motorradfahrern feststellen will, warum werden dann auch Pkw-Fahrer gemessen.

Vielleicht weil sie auch zu schnell fahren !!!

Und dann der Klassiker: Warum wird denn nicht vor Schulen und Kindergärten gemessen. Nur zur Kenntnis, auch das wird regelmäßig durchgeführt. Teilweise sogar in den Ferien !?


Auf dem Weg zur Dienststelle habe ich das Glück, dass mich vier Baustellen-Ampeln zeitlich etwas zurückwerfen. Ein Aufholen der Zeit birgt große Gefahr, da das heimische Wild sich in keinster Weise an die Straßenverkehrsordnung hält. Nach Umkurven einer Hirschkuh und mehrfachen Ausweichen von der Gattung Reinecke, schaffe ich es dann doch noch relativ pünktlich zu sein. Davon steht natürlich nichts in der Zeitung.

Meine Kollegin empfängt mich gleich mit den Worten: „Wird es heute wieder so heiß, wann gibt es denn nun endlich Regen.“ Wenn ich das für lange Zeit voraussagen könnte, wäre ich schon ein reicher Mann. War meine Antwort zu dieser alltäglichen morgendlichen überflüssigen Frage.

Ein Vorteil hat dieses leicht ungewöhnliche Wetter schon, ich habe seit 8 Wochen keinen Rasen mehr gemäht. Ich habe gar keinen Rasen mehr.


Meine Kollegen naseln mich auch mit katastrophalen Wetteranomalien voll, so dass der Weltuntergang wohl wirklich vor der Tür steht. Wenn es dann im November drei Wochen durchregnet, bauen die ersten schon ihre Arche und sehen die Sintflut voraus.

Der Winter wird fürchterlich, Schneemassen und eisige Kälte stehen bevor !!!“

Stand tatsächlich letzte Woche in einer, na ja, nicht ganz seriösen Zeitung, die aber von Millionen gelesen wird.

Ich hatte das ja schon mal beschrieben, dass Männer und Frauen ja eine sehr unterschiedliche Auffassung über unser Wetter haben. Echte Männer lieben natürlich katastrophale Wetterverhältnisse. Sind hier meist Feuerwehrmänner. Dann Männer, die Sonne, Wärme und das Gewisse fürs Auge lieben. Und dann gibt es noch den Nörgler, der sich über jedes Wetter aufregt. Bei den Frauen ist das ganz anders wie sich unten zeigen wird. Ganz anders.

Jetzt im Einzelnen:

Der Katastrophen liebende Feuerwehrmann, dem kein Unwetter etwas anhaben kann. Selbst neben ihm niedergehende Blitze steckt er locker weg. Das Wasser kann ihm bis zur Hüfte stehen, er gibt nicht auf. Sturm in Orkanstärke kostet ihm nur ein müdes Lächeln und ein Waldbrand bei 30 Grad bringt ihn noch nicht einmal zum Schwitzen. Das geht aber nur so lange gut, so lange er nicht selbst betroffen ist von irgend welchen Wetteranomalien. Denn dann wird er sehr empfindlich, geht nach Hause pumpt seinen Keller aus und ist sehr betroffen von seiner für ihn außergewöhnlichen Lage.

Männer die Sonne, Wärme und den schönen Anblick genießen. Meist unwissende, nicht ganz so intelligente Männer, die eben die Zeit haben bei solch einem Wetter nicht arbeiten müssen, wollen, oder nicht arbeiten können, oder einen Teil ihrer Freizeit auf „Malle“ verbringen. Die brauchen auch keinen Regenschirm, denn sie gehen bei Regen nicht raus und wissen auch nicht wie ein Regenschirm geöffnet wird.

Der Nörgler steht morgens auf und regt sich nach einem Blick aus dem Fenster fürchterlich übers Wetter auf. Denn er wollte, wenn es regnet, eigentlich den Rasen mähen. Scheint die Sonne, kann er seinen SUV nicht einwachsen und polieren. Schneit es, muss er den Schnee vom Gehweg schieben und das Salz auf der Straße könnte ja seinem SUV wehtun. Für solche Menschen dürfte es am Besten gar kein Wetter geben. Zu den Nörglern gehört natürlich auch der Besserwisser, der die Wetterlage genauer erklären kann, als jeder studierte Meteorologe. Ebenso der erste Beschwerdeführer beim Deutschen Wetterdienst, wenn ein Unwetter nicht eintritt, zu stark auftritt, oder nur auf seinen Grundstück Schaden anrichtet (kommt aber sehr selten vor).

Jetzt zu den Frauen.

Ganz einfach. Frauen lieben natürlich auch schönes Wetter mit Sonne und angenehmen Temperaturen. Und was ganz sonderbar erscheint, bei Regen benutzen sie einen Regenschirm, werden nicht nass, erkälten sich nicht und sterben auch nicht so früh wie die oben genannte Gattung. Wenn es kalt ist und Schnee vom Himmel fällt, ziehen sie sich einfach warm an und spazieren durch das „unmögliche“ Wetter. Es käme wahrscheinlich keine Frau auf die Idee, beim Wetterdienst anzurufen um sich darüber zu beschweren, dass der angekündigte Sonnenschein gerade aus ihrem Keller gepumpt wird.

Eigentlich könnten wir Männer uns daran ein Beispiel nehmen, aber würde uns dann nicht irgend etwas fehlen ???? Oder wir machen es wie unsere Kinder, denen ist das Wetter absolut egal. Ich würde hier gern noch weiterschreiben, aber der neue Wetterbericht macht mich doch sehr nervös und ich will die nächsten Prognosen und Tendenzen nicht verpassen. Auch für den nächsten Winter bin ich schon vorbereitet. Sollte es über Weihnachten Schnee geben, die Chancen stehen gut.

Am 24. Dezember wissen wir mehr.


Euer Uli, der einfach mal von desaströsen Meldungen die täglich, fast stündlich, auf uns herab prasseln ablenken will. Nehmt alles nicht so ernst!!!!